Alternative Antriebe bei Daimler Trucks & Buses

Daimler Trucks & Buses bekennt sich klar zu den Zielen des Pariser Klimaschutz-Übereinkommens und damit zur Dekarbonisierung der Branche: Das Unternehmen hat die Ambition, bis zum Jahr 2039 in Europa, Japan und Nordamerika nur noch Neufahrzeuge anzubieten, die im Fahrbetrieb („tank-to-wheel“) CO2-neutral sind.

Wirklich lokal CO₂-neutraler Transport funktioniert nur mit elektrischem Antrieb. Die Energie für diesen Antrieb kann aus zwei Quellen kommen: aus Batterien oder durch die Umwandlung von Wasserstoff in Strom an Bord des Fahrzeugs.

  • Mit diesen beiden Technologien können wir alle wesentlichen Anwendungsfälle unserer Lkw-Kunden abdecken: vom gut planbaren städtischen Lebensmittel-Verteilerverkehr bis hin zu schwer planbaren, mehrtätigen Transporten von Containern, Schüttgütern u. ä.
  • Batterie-elektrisch und mit Wasserstoff betriebene Nutzfahrzeuge ergänzen sich also perfekt. Welche Lösung beim Kunden zum Einsatz kommt, hängt vom konkreten Anwendungsfall ab.
  • Bereits bis zum Jahr 2022 soll das Fahrzeugportfolio von Daimler Trucks & Buses in den Hauptabsatzregionen Europa, USA und Japan Serienfahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb umfassen.
  • In der zweiten Hälfte der 2020er Jahre will Daimler Trucks & Buses sein Serienportfolio zusätzlich um elektrisch angetriebene Brennstoffzellen-Lkw ergänzen. Ab 2022 wird Daimler Trucks & Buses bereits den Mercedes-Benz eCitaro mit Brennstoffzelle als Range Extender anbieten.
  • Im April 2020 kündigte die Daimler Truck AG zusammen mit der Volvo Group die geplante Gründung eines neuen Joint Ventures an. Ziel ist die serienreife Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen für den Einsatz in schweren Nutzfahrzeugen und anderen Anwendungsfeldern. Weiterführende Informationen sind hier zu finden.

Im Folgenden eine Übersicht und weiterführende Informationen zu alternativen Antriebstechnologien bei Daimler Trucks & Buses.

Daimler Trucks

• Wir haben uns als erster Hersteller konsequent der Elektromobilität bei schweren Lkw verschrieben, sind heute Vorreiter und in allen Segmenten im Kundeneinsatz.

• Weiterführende Informationen zu Mercedes-Benz eActros, Mercedes-Benz eEconic, FUSO eCanter, Freightliner eCascadia, Freightliner eM2 und dem Thomas Built Buses Saf-T-Liner C2 Jouley sind hier zu finden.

Mercedes-Benz eActros

  • In der zweiten Hälfte der 2020er Jahre will Daimler Trucks & Buses sein Serienportfolio zusätzlich um elektrisch angetriebene Brennstoffzellen-Lkw ergänzen. Diese sollen mit flüssigem Wasserstoff betankt werden. Ab 2022 wird Daimler Trucks & Buses bereits den Mercedes-Benz eCitaro mit Brennstoffzelle als Range Extender anbieten.
  • Daimler arbeitet seit mehr als 30 Jahren an Antriebstechnologien basierend auf Wasserstoff. Bis heute haben die Brennstoffzellenfahrzeuge des Unternehmens viele Millionen Kilometer zurückgelegt und damit die Marktreife des Antriebskonzepts unter Beweis gestellt. Um den Wasserstoff-Antrieb möglichst zügig in die Großserien-Anwendung zu bringen, wird die Daimler Truck AG hohe Investitionen tätigen.
  • Im April 2020 kündigte die Daimler Truck AG zusammen mit der Volvo Group die geplante Gründung eines neuen Joint Ventures an. Ziel ist die serienreife Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen für den Einsatz in schweren Nutzfahrzeugen und anderen Anwendungsfeldern. Weiterführende Informationen sind hier zu finden.
  • Daimler Trucks & Buses wird aktiv an der Standardisierung für die Erzeugung und Betankung von Flüssigwasserstoff mitwirken, damit sich die Technologie flächendeckend im Transportgewerbe etablieren kann.
  • Mit dem FUSO-Prototypen „Concept eCanter FCell“ (vorher „Vision F-Cell“), vorgestellt im Oktober 2019, erprobt die Daimler Truck AG bereits die Möglichkeiten der Brennstoffzellen-Technologie im Lkw.

  • Bei Erdgas handelt es sich um einen fossilen Energieträger – und daher auf dem Weg zum CO2-neutralen Transport höchstens um eine Übergangstechnologie, selbst wenn es emissionsärmer verbrennt als Diesel.
  • Wirklich CO2-neutraler Transport funktioniert nur auf Basis von elektrischen Batterien oder Wasserstoff. Daimler Trucks setzt deshalb konsequent auf batterieelektrische und wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge, die lokal emissionsfrei fahren können.

  • Alle unsere wichtigsten Lkw-Motoren der neuesten Generation können mit alternativen sogenannten Biokraftstoffen gemäß der EU-Norm prEN 15940 betrieben werden. Dazu gehören die Untergruppen Hydrotreated Vegetable Oil (HVO), Biomass To Liquid (BTL), Gas To Liquid (GTL), Coal To Liquid (CTL), bei denen es sich um verschiedene Ressourcen handelt, die durch chemische Prozesse in Kraftstoffe umgewandelt werden.
  • Da die Eigenschaften von Kraftstoffen gemäß der Norm prEN 15940 eine absolute Vergleichbarkeit mit herkömmlich hergestelltem Dieselkraftstoff auf Erdölbasis bedeuten, sind keine Änderungen an den Motoren oder deren Peripheriegeräten erforderlich.

  • Daimler arbeitet als globaler Hersteller an Zukunftslösungen, die weltweit eine hohe Wahrscheinlichkeit auf Umsetzung haben. Diese sieht das Unternehmen im Augenblick bei der Oberleitung aufgrund ihrer hohen Infrastrukturkosten nicht – auch angesichts der rapiden Entwicklung der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie.
  • Daimler Trucks ist nicht gegen Oberleitungs-Lkw, sondern für realistische und zeitnahe Lösungen. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dem batterieelektrischen Elektro-Lkw ein flexibles und jetzt schon verfügbares Konzept für das entsprechende Einsatzgebiet haben — ohne teure, aufwändige und langwierige Planungsmaßnahmen. Der elektrische Mercedes-Benz Actros – der eActros – fährt jetzt schon als Prototyp und ab 2021 in Serie. Wir werden aber mit dem eActros einen Vergleichstest mit dem Oberleitungs-Projekt eWayBW im sogenannten Murgtal in der Region um Rastatt in Baden-Württemberg fahren.

Daimler Buses

Weniger CO2-Emissionen beim Betrieb mit Erdgas, nahezu CO2-neutraler Einsatz bei der Verwendung von Bio-Erdgas, dazu niedrige Geräuschemissionen und keinerlei Feinstaubemissionen – Gasmotoren haben klare Vorzüge, wenn Fahrzeugbetreiber rasch Emissionen senken wollen.

Der erdgasbetriebene Stadtbus Mercedes-Benz Citaro NGT (Natural Gas Technology) ist dementsprechend ein wichtiger Schritt hin zum emissionsfreien Fahren im urbanen Raum. Die CO2-Emissionen des Mercedes-Benz Erdgasmotors liegen bis zu 10 % unter denen eines Dieselmotors. Mit Verwendung von Bio-Erdgas fährt der Erdgasbus dann nahezu CO2-neutral und unterschreitet die Euro-VI-Abgasgrenzwerte zum Teil erheblich. Geringe CO2-Emissionen und ein niedriger Geräuschpegel prädestinieren den Citaro NGT speziell für den Einsatz in hochbelasteten Innenstädten oder das Befahren von Wohngebieten.

Der Mercedes-Benz Citaro hybrid ist für eine Vielzahl von Modellvarianten des Stadtbus-Bestsellers Citaro erhältlich – auch für den erdgasbetriebenen Citaro NGT. Der Kraftstoffverbrauch des bereits sehr effizienten konventionellen Citaro wird dadurch zusammen mit einer elektrohydraulischen Lenkung nochmals gesenkt, abhängig vom Einsatz und von der Fahrzeugausführung. Für Verkehrsbetriebe machen sich die nochmals niedrigeren Kraftstoffverbräuche schnell bezahlt, und Gesellschaft und Umwelt profitieren von geringeren Emissionen.

Der Mercedes-Benz Citaro hybrid wurde durch eine unabhängige Jury als „Bus of the Year 2019“ ausgezeichnet. Kriterien waren unter anderem Wirtschaftlichkeit, Innovation, Qualität und Anwenderfreundlichkeit. Die Überlandvariante Citaro Ü hybrid punktete darüber hinaus bei der Nachhaltigkeit und wurde mit dem „Sustainable Bus Award 2019“ für Überlandbusse ausgezeichnet.

Citaro hybrid

E-Mobilität ist ein entscheidender Faktor für den urbanen Verkehr der Zukunft. Wir arbeiten daher sehr intensiv an der Elektrifizierung unserer Fahrzeuge mit dem Fokus auf jene Marktsegmente, in denen elektrifizierte Busse zuerst funktionieren können - technologisch und wirtschaftlich. Das heißt: Fahrzeuge, die im urbanen Bereich in Einsatz kommen.

Mit dem vollelektrisch angetriebenen Mercedes-Benz eCitaro bietet Daimler Buses seit 2018 einen lokal emissionsfreien Stadtbus für einen umweltschonenden ÖPNV in Städten und Ballungsgebieten an.

Die Energieversorgung erfolgt über Lithium-Ionen-Batterien. Mit seiner Ladetechnik passt sich der Elektrobus an die individuellen Erfordernisse der Verkehrsbetriebe an. Ein innovatives Thermomanagement sorgt für einen effizienten Energieverbrauch und bildet die Grundlage für eine praxisgerechte Reichweite. Ohne Zwischenladung können somit bereits bis etwa ein Drittel der relevanten Strecken der Verkehrsbetriebe abgedeckt werden. Die Produktion des batterieelektrisch angetriebenen eCitaro läuft am Daimler Buses Standort in Mannheim auf Serien¬niveau.

Der Mercedes-Benz eCitaro ist gleichzeitig der Auftakt für eine Innovationsoffensive zur raschen und praxisgerechten Elektrifizierung des ÖPNV mit Bussen in Städten und Ballungsgebieten. Da die Entwicklung der Batterietechnik zügig voranschreitet, ist beim eCitaro eine Umstellung auf die künftigen Technologien, bereits vorgesehen: Ab 2021 bieten wir den eCitaro mit der nächsten Batteriegeneration an; ab Ende 2020 kommt der eCitaro mit Feststoffbatterien (Lithium-Polymer-Batterien) auf den Markt; ab 2022 gibt es den Batteriebus mit Range Extender (Wasserstoff-basierte Brennstoffzelle versorgt Hochvoltbatterie mit Strom). Ab 2020 folgt der eCitaro in einer weiteren Modellvariante als Gelenkbus.

Daimler Buses eCitaro

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